Nichts ist beständiger
          als d
|er Wandel

Bewegt und bewegend

Die Chronik des Gesamtverbandes Steinkohle e.V.

01.03.2021Umbenennung in Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau
01.01.2019Beginn Übergangsphase der Stillsetzung und des Rückbaus der letzten Schachtanlagen und Eintritt in die Nachbergbauzeit
21.12.2018Das letzte aktive Bergwerk in Deutschland, Prosper-Haniel, wird stillgelegt und 160 Jahre Bergbaugeschichte in Bottrop gehen zu Ende. Auf der Schachtanlage Franz Haniel des Bergwerks wird im Rahmen der zentralen Abschiedsveranstaltung vom Bergbau das letzte Stück Kohle zu Tage gefördert und symbolisch an den Bundespräsidenten übergeben. Damit gehen rund 200 Jahre industrieller Steinkohlenbergbau in Deutschland zu Ende.
04.12.2018Auf der Von-Oeynhausen-Schachtanlage des Bergwerks Ibbenbüren wird symbolisch das letzte Fördergefäß gezogen. Damit geht am Barbaratag die fast 500-jährige Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ibbenbürener Revier zu Ende.
14.09.2018Im Ruhrrevier endet auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop der Regelförderung.
17.08.2018Die letzte Reihe in der Bauhöhe 9/10 Osten, Flöz 53, wird gehobelt, damit wird der letzte Abbaubetrieb des Bergwerks Ibbenbüren im Tecklenburger Land eingestellt.
01.04.2017Umzug des GVSt nach Essen zum Welterbe Zollverein
31.12.2015Stilllegung des Bergwerks Auguste Victoria in Marl. Damit endet zugleich der Bergbau im Vest. Letzte verbleibende Bergwerke sind damit Prosper-Haniel in Bottrop und Ibbenbüren im nördlichen Münsterland.
31.12.2012Mit der Stilllegung des Bergwerks West in Kamp-Lintfort endet die Steinkohlenförderung am Niederrhein. Ab 2013 konzentriert sich die Steinkohlenförderung damit auf das Ruhrrevier mit den Bergwerken Prosper-Haniel in Bottrop und Auguste Victoria in Marl sowie auf das Bergwerk Ibbenbüren im nördlichen Münsterland
30.06.2012Mit Schließung des Bergwerks Saar in Ensdorf Beendigung des Steinkohlenbergbaus im Saarrevier nach über 250 Jahren
15.07.2011Inkrafttreten des geänderten Steinkohlefinanzierungsgesetzes: Wegfall der sogenannten Revisionsklausel, nach der der Ausstiegsbeschluss bis 2012 vom Bundestag noch einmal überprüft werden sollte
06.06.2011Überarbeitetes Energiekonzept der Bundesregierung (Beschleunigter Ausstieg aus der Kernenergie)
01.01.2011Beginn der Geltungsdauer des EU-Ratsbeschlusses vom 10.12.2010 über staatliche Beihilfen zur Erleichterung der Stilllegung nicht wettbewerbsfähiger Steinkohlenbergwerke
31.12.2010Auslaufen der EG-Verordnung 1407 aus dem Jahr 2002 über staatliche Beihilfen für den Steinkohlenbergbau
28.09.2010Energiekonzept der Bundesregierung
01.01.2010Umzug des GVSt nach Herne, RAG-Campus
14.10.2009Mit der Verschmelzung vom Verein für die bergbaulichen Interessen (VbI) auf den GVSt ist die Konzentration der Verbandstätigkeiten auf einen Verband abgeschlossen
09.07.2009Aufnahme des Gesamtverbandes Steinkohle e. V. in das Vereinsregister
28.12.2007Inkrafttreten des Steinkohlefinanzierungsgesetzes: Damit soll der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland zum Ende des Jahres 2018 sozialverträglich beendet werden. Bis 2012 soll der Ausstiegsbeschluss allerdings vom Bundestag auf Basis eines Berichts der Bundesregierung nochmals unter energiepolitischen Gesichtspunkten überprüft werden. Der weitere Anpassungsprozess wird vom Bund und vom Land NRW in einem festgelegten Plafondrahmen für Absatz- und Stilllegungshilfen finanziert, das Saarland beteiligt sich lediglich an der Anpassungsgeldregelung für Bergleute, die in den Vorruhestand treten. Die sogenannten Ewigkeitslasten übernimmt die bereits gegründete RAG-Stiftung
06.08.2007Im Zuge der Rückführung des deutschen Steinkohlenbergbaus Zusammenfassung der Verbandstätigkeiten in einem Verband, dem GVSt. Der GVSt übernimmt die Aufgaben vom Unternehmensverband Steinkohlenbergbau (UVSt)
10.07.2007Gründung der RAG-Stiftung. Aufgabe der Stiftung ist es einerseits, die Geschäftsfelder Chemie, Energie und Immobilien des Industriekonzerns Evonik Industries AG an den Kapitalmarkt zu führen, ihm darüber hinaus eine erfolgreiche Entwicklung zu ermöglichen sowie den sozialverträglichen Anpassungsprozess im deutschen Steinkohlenbergbau bis zum Jahr 2018 zu steuern und die Ewigkeitslasten zu finanzieren
20.06.2007Änderung des Verbandsnamens von „Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus“ in „Gesamtverband Steinkohle“
07.02.2007Kohlegipfel unter Beteiligung des Bundeswirtschaftsministers Glos, des Bundesfinanzministers Steinbrück, des Chef des Bundeskanzleramtes de Maizière, des Ministerpräsidenten von NRW Rüttgers, des Ministerpräsidenten des Saarlands P. Müller, des Vorsitzenden der IG BCE Schmoldt und des Vorstandsvorsitzenden der RAG AG W. Müller. Ergebnis („Eckpunkte einer kohlepolitischen Verständigung“): Sozialverträgliches Auslaufen der subventionierten Steinkohlenförderung in Deutschland bis 2018 (wobei sich das Land NRW bereits ab 2015 nicht mehr an den Absatzhilfen für die laufende Produktion beteiligt); Überprüfung dieses Beschlusses durch den Deutschen Bundestag im Jahr 2012 unter Beachtung der energiepolitischen Ziele auf Basis eines gemeinsamen Berichts der Bundesregierung und der Länder NRW und Saarland nach Anhörung des Steinkohlenbergbaus und der IG BCE. Vorbehaltlich dieser Eckpunkte stellen Bund und Länder bis 2018 die für die Finanzierung des weiteren sozialverträglichen Anpassungsprozesses notwendigen Mittel zur Verfügung – was in einem neuen Gesetz festgelegt werden soll -, während das Beteiligungsvermögen der RAG AG vollständig in die Finanzierung der Ewigkeitslasten des Steinkohlenbergbaus durch eine neu zu gründende Kohle-Stiftung eingebracht wird
29.01.2007Grundsätzliche Verständigung im Koalitionsausschuss über die Zukunft der deutschen Steinkohle unter Federführung von Bundeskanzlerin Merkel
Frühjahr 2006Kohlepolitische Verhandlungen gemäß der Koalitionsvereinbarung der Großen Koalition in Berlin über evtl. zusätzliche Einsparungen bei den bis 2012 zugesagten Kohlehilfen sowie über die Zukunft der deutschen Steinkohle nach 2012
22.06.2005Gemeinschaftsrechtliche Anerkennung des Umstrukturierungsplans für den deutschen Steinkohlenbergbaus bis zum Jahr 2010 durch die Europäische Kommission
14.12.2004Erteilung des ersten Zuwendungsbescheides zur Umsetzung der kohlepolitischen Vereinbarung bis 2012 für den Zeitraum 2006 bis 2008
11.11.2003Offizielle Bekanntgabe des Finanzrahmens für die kohlepolitische Verständigung bis 2012 durch Bundeskanzler Schröder auf dem Steinkohlentag in Essen (15,83 Mrd. ? an öffentlichen Hilfen im Gesamtzeitraum 2006-2012)
24.07.2002Neue EG-Verordnung des Rates über staatliche Beihilfen im Steinkohlenbergbau (EGKS-Nachfolgeregelung)
23.07.2002Auslaufen des EGKS-Vertrages
01.07.2001Kohlepolitische Vereinbarung mit der Bundesregierung unter Federführung von Bundeskanzler Schröder, die Steinkohlenförderung im Anschluss an die bis 2005 geltenden Regelungen bis 2012 sozialverträglich auf 16 Mio. t zurückzuführen
30.06.2000Auflösung der Unternehmensverbände Saarbergbau, Aachener und Niedersächsischer Steinkohlenbergbau und Übernahme der Aufgaben durch den UVSt
01.12.1999Umwandlung des Unternehmensverbandes Ruhrbergbau zum Unternehmensverband Steinkohlenbergbau (UVSt)
29.11.1999Beschluss der RAG, die Förderung bis 2005 auf 26 Mio. t zu reduzieren
01.01.1999Übernahme der Preussag Anthrazit GmbH durch die RAG Aktiengesellschaft
01.10.1998Umfirmierung der Ruhrkohle Bergbau AG in Deutsche Steinkohle AG (DSK)
15.08.1998Übernahme der Saarbergwerke AG durch die RAG Aktiengesellschaft
17.12.1997Gesetz zur Neuordnung der Steinkohlesubventionen (Steinkohlenbeihilfegesetz)
27.03.1997Mit Schließung des Bergwerks Sophia Jacoba Einstellung der Kohleförderung im Aachener Revier
13.03.1997Kohlepolitische Vereinbarung: Rückführung der Kohlehilfen auf 5,5 Mrd. DM in 2005, Zusammenfassung der Hilfen für Absatz und Stilllegungen zu einem Gesamtplafond ab 1998, Verringerung der Zahl der Bergwerke bis 2000 um vier, bis 2005 Stilllegung von weiteren 3 – 4 Bergwerken, Abbau der Belegschaft bis 2005 auf 36 000, Förderung 2005 bei rd. 30 Mio. t.
27.11.1996Umfirmierung der Ruhrkohle AG zur RAG Aktiengesellschaft
12.12.1995Fünftes Verstromungsgesetz: Finanzierung der Verstromungszuschüsse über den Bundeshaushalt
11.10.1994Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zum Kohlepfennig
19.07.1994Artikelgesetz und Viertes Verstromungsgesetz: Feste Finanzplafonds 1996 bis 2000; Degression ab 2001
28.12.1993Neue EGKS-Beihilferegelung (bis 2002)
11.12.1991Energiekonzept der Bundesregierung
11.11.1991Kohlerunde mit Kohlekonzept 2005: Rückführung der Förderung von 70 auf 50 Mio. t in 2000/2005 mit politischer Flankierung der Zielmengen
18.06.1990Zwischenbericht der Mikat-Kommission: Lebens- und leistungsfähiger Steinkohlenbergbau mit mindestens 50 Mio. t in 2005 [Mehrheitsvotum] bzw. 35 Mio. t [Minderheitsvotum]
01.01.1990Zusammenschluss von Steinkohlenbergbauverein, Bergbau-Forschung und Westfälische Berggewerkschaftskasse zur Deutschen Montan Technologie (DMT).
24.08.1989Politische Vereinbarung zum Jahrhundertvertrag: 40,9 Mio. t SKE/Jahr bis 1995. Einsetzung der sog. Mikat-Kommission
01.01.1989Inkrafttreten Anschlussregelung Hüttenvertrag
11.12.1987Kohlerunde: weitere Fördereinschränkung um 13-15 Mio. t/Jahr bis 1992
24.09.1986Energiebericht der Bundesregierung
30.06.1986Neue EGKS-Beihilferegelung (bis Ende 1993)
23.12.1985Anschlussregelung Hüttenvertrag (bis Ende 2000)
10.10.1983Kohlerunde: Anpassung der Förderung bis 1988 auf 80 Mio. t
22.06.1983Großfeuerungsanlagenverordnung
04.11.1981Dritte Fortschreibung des Energieprogramms der Bundesregierung (Stabilisierung des Absatzes bei 90 Mio. t bis Ende des Jahrhunderts)
17.11.1980Neuregelung Drittes Verstromungsgesetz
15.10.1980Neuregelung Zollkontingentgesetz
13.08.1980Bundesberggesetz löst allgemeines preußisches Berggesetz von 1865 ab
23.04.1980„Jahrhundertvertrag“ : Rahmenvereinbarung zwischen dem deutschen Steinkohlenbergbau und der öffentlichen und industriellen Kraftwirtschaft über die Lieferung und den Bezug deutscher Steinkohle (bis 1995)
1979/80Zweite Ölpreiskrise
14.12.1977Zweite Fortschreibung Energieprogramm der Bundesregierung
10.05.1977Rahmenvereinbahrung über die Lieferung von 35 Mio. t Steinkohle pro Jahr an die Kraftwirtschaft (Vorläufer des Jahrhundertvertrags)
22.07.1976Bildung einer Nationalen Kohlenreserve (bis 1992)
13.12.1974Drittes Verstromungsgesetz; „Kohlepfennig“ zur Finanzierung der Mehrkosten deutscher Steinkohle gegenüber Importenergien
23.10.1974Erste Fortschreibung des Energieprogramms der Bundesregierung (Absatzziel für 1990: rund 90 Mio. t) mit Forschungsschwerpunkten bei Bergtechnik und Kohleveredlung (Kohleöl und Kohlegas) als Reaktion auf die erste Ölpreiskrise
26.09.1973Energieprogramm der Bundesregierung (Absatzziel für 1980: 80-85 Mio. t)
13.12.1971Einführung der Anpassungsgeldregelung
17.11.1970Gründung von sieben Bergbau Aktiengesellschaften (BAG)
18.07.1969Grundvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der RAG und ihren Muttergesellschaften
01.01.1969Inkrafttreten des Hüttenvertrags: Bedarfslieferungsvertrag zwischen RAG und Stahlindustrie
11.12.1968Gründung des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus (GVSt), der insbesondere die wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Belange des deutschen Steinkohlenbergbaus wahrnimmt.
27.11.1968Errichtung der Ruhrkohle AG (RAG)
15.05.1968Gesetz zur Anpassung und Gesundung des deutschen Steinkohlenbergbaus und der deutschen Steinkohlenbergbaugebiete (Kohlegesetz)
23.11.1966Gründung der Aktionsgemeinschaft deutsche Steinkohlenreviere (bis Ende 1988)
05.09.1966Zweites Verstromungsgesetz
12.08.1965Erstes Verstromungsgesetz
17.02.1965Erste Beihilfeentscheidung EGKS
29.07.1963Gesetz zur Rationalisierung des Steinkohlenbergbaus: Gründung des Rationalisierungsverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus (bis 2001)
03.12.1959Inkrafttreten des Zollkontingentgesetzes (bis Ende 1995)
30.09.1957Gründung der Saarbergwerke AG
01.04/01.06 1956Freigabe der Kohlepreisregelung durch die Hohe Behörde / Aufhebung der Preisbindung für Kohle durch die EGKS
18.03.1954Erstmalig seit 1932 Feierschichten wegen Absatzmangel
08.03.1954Gründung der Statistik der Kohlenwirtschaft e.V.
29.07.1953Auflösung der Deutschen Kohlenbergbauleitung (DKBt)
31.03.1953Auflösung des Deutschen Kohle-Verkaufs. Die Aufgaben werden von sechs regionalen Verkaufsgesellschaften übernommen.
08.12.1952Gründung des Steinkohlenbergbauvereins, der die technischen und wissenschaftlichen Forschungsaufgaben des deutschen Steinkohlenbergbaus wahrnimmt
23.07.1952Inkrafttreten des EGKS-Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (bis 2002)
05.07.1952Gründung des Unternehmensverbandes Ruhrbergbau, der die wirtschaftspolitische Interessenvertretung sowie Arbeitgeber-Vertreter für den Ruhrbergbau ist
12.11.1951Schwerpunktprogramm zur Steigerung der westdeutschen Kohleförderung
08.09.1950Erste Tagung der Gemeinsamen Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau (GSA)
04.02.1948Gründung des Deutschen Kohle-Verkaufs
18.11.1947Einsetzung der Deutschen Kohlebergbauleitung (DKBL)
05.09.1945Errichtung der Ruhrkohle Centrale als Nachfolgerin des Rheinisch-Westfälischen Kohlesyndikates, ab Oktober 1946: North German Coal Distribution Office
21.04.1941Kohlenbergbau und Kohlenhandel schließen sich zur Reichsvereinigung Kohle zusammen
20.09.1937Gründung der Steinkohlen-Elektrizität Aktiengesellschaft (STEAG)
23.06.1923Reichsknappschaftsgesetz
25.10.1919Abschluss des ersten Tarifvertrages im rheinisch-westfälischen Steinkohlenbergbau
16.02.1893Gründung des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats
01.10.1885Gründung der Knappschafts-Berufsgenossenschaft (ab 1945 Bergbau-Berufsgenossenschaft)
24.06.1865Allgemeines Preußisches Berggesetz
15.04.1864Gründung der Westfälischen Berggewerkschaftskasse
17.12.1858Gründung des Vereins für die bergbaulichen Interessen (VbI)
1855Beginn des zecheneigenen Bergarbeiterwohnungsbaus
10.04.1854Erlass des Knappschaftsgesetzes
1816Erste Koksbrennerei im westlichen Ruhrrevier
1800Beginn des Tiefbaus an der Ruhr
1575Erste nachgewiesene Kohlenbergbauordnung an der Ruhr
15. Jh.Erste urkundliche Erwähnung von Steinkohle bei Ibbenbüren und an der Saar
13. Jh.Erste urkundliche Erwähnung von Steinkohle an der Ruhr und bei Aachen